Am Samstag, 13. Juni 2026, durfte der Tennisclub Zell sein 50-jähriges Bestehen feiern. Was als Jubiläumsanlass geplant war, wurde zu einem Tag voller Begegnungen, Tennisfreude, Emotionen und echter Vereinsgemeinschaft.
Es gibt Momente in einem Vereinsjahr, die man plant, organisiert und vorbereitet. Und dann gibt es Momente, die während des Tages plötzlich grösser werden als jede Planung. Unser 50-Jahr-Jubiläum gehört ganz klar zur zweiten Kategorie.
Am 13. Juni 2026 durften wir auf unserer Anlage im Rikon Lochfeld ein Fest erleben, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Mitglieder, Familien, Kinder, Gäste, ehemalige Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, Tennisinteressierte, Helferinnen und Helfer sowie viele Freunde des TC Zell kamen zusammen, um ein besonderes Kapitel unserer Vereinsgeschichte zu feiern.
50 Jahre TC Zell – das ist mehr als eine Zahl. Es ist ein halbes Jahrhundert voller Trainingseinheiten, Interclub-Begegnungen, Clubmeisterschaften, Arbeitseinsätze, Vorstandssitzungen, Freundschaften, Nachwuchsarbeit, sportlicher Erfolge und unzähliger Stunden auf und neben dem Tennisplatz. Dieses Jubiläum war deshalb nicht nur ein Blick zurück, sondern auch ein starkes Zeichen dafür, wie lebendig unser Verein heute ist.

Ein Tag für Gross und Klein
Von Beginn weg war klar: Dieses Jubiläum sollte kein gänzlich geschlossener Vereinsanlass werden. Wir wollten ein Fest schaffen, das offen, familiär und zugänglich ist. Ein Tag, an dem nicht nur Tennis gespielt wird, sondern an dem Begegnungen entstehen. Ein Fest, bei dem Kinder genauso ihren Platz haben wie langjährige Mitglieder, neue Gesichter, Familien und Gäste aus der Umgebung.
Genau diese Atmosphäre war am Festtag überall spürbar. Auf der Anlage wurde gelacht, diskutiert, angefeuert, gegessen, angestossen und natürlich Tennis gespielt. Es war einer dieser Tage, an denen man merkt, dass ein Verein nicht aus Plätzen, Netzen und Linien besteht, sondern aus Menschen.
Ein besonderer Höhepunkt war ohne Zweifel der Besuch von Marco Chiudinelli. Für viele Kinder und Tennisfans war es ein Erlebnis, mit einem ehemaligen Weltklassespieler auf dem Platz zu stehen, Tipps zu erhalten und Tennis aus nächster Nähe zu erleben. Noch beeindruckender als seine sportliche Karriere war an diesem Tag aber seine Art: nahbar, sympathisch, bodenständig und mit echter Freude am Austausch.
Marco Chiudinelli hat unserem Jubiläum einen besonderen Stempel aufgedrückt – nicht durch grosse Starallüren, sondern durch seine natürliche, herzliche Präsenz. Genau das passte perfekt zu unserem Verein und zu diesem Tag.
Sportliche Highlights und echte Clubmomente
Natürlich kam an diesem Jubiläum auch der sportliche Teil nicht zu kurz. Besonders das Kids Tennis mit Marco Chiudinelli wurde zu einem vollen Erfolg. Die Begeisterung der Kinder war auf und neben dem Platz deutlich spürbar – und sie blieb nicht ohne Wirkung: Bereits am Montag nach dem Fest gingen erste Anfragen für Kindertrainings bei uns im Club ein. Schöner kann ein Jubiläum kaum zeigen, dass Tennis auch die nächste Generation erreichen kann.

Ein weiteres Highlight waren die Tie-Breaks gegen Marco. Zwölf Challenger stellten sich der Aufgabe, gegen einen ehemaligen Weltklassespieler anzutreten. Und während Marco mit seiner Erfahrung, Ruhe und Klasse viele Punkte souverän kontrollierte, sorgte ausgerechnet Silvan Romer für die grosse Überraschung des Tages. Mit seiner extrem speziellen, kaum berechenbaren und irgendwie völlig eigenen Tennistechnik gelang ihm als einzigem Spieler das Kunststück, Marco im Tie-Break zu schlagen. Ein Moment, der für viel Gelächter, Applaus und Gesprächsstoff sorgte – und sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Für viel Stimmung sorgte auch die Challenge TC Zell vs. Diener Brothers. Die Idee war ebenso einfach wie ambitioniert: Der ganze Club trat gemeinsam mit Marco gegen die vierfachen Doppel-Clubchampions Marc und Olivier Diener an. Doch selbst mit prominenter Unterstützung auf Clubseite blieben die Diener Brothers ihrem Ruf treu. Marc und Olivier Diener gewannen auch diese Challenge und zeigten einmal mehr, warum sie im Doppel beim TC Zell eine Klasse für sich sind.

Und als wäre das nicht genug, setzte Marc Diener dem sportlichen Teil noch die Krone auf. Im One-Shot-Turnier bewies er erneut Nervenstärke, Präzision und Spielwitz – und kürte sich damit zum Double Champion des Jubiläumstages. Wer auch sonst?
Viel mehr als ein Programmpunkt
Neben dem sportlichen Teil lebte das Fest vor allem von der besonderen Stimmung auf der Anlage. Ob beim Kids Tennis, bei den verschiedenen Challenges, beim gemütlichen Zusammensitzen, an der Bar, beim Essen oder beim späteren Ausklang: Überall war zu spüren, dass dieser Tag von vielen Menschen gemeinsam getragen wurde.
Auch die Festwirtschaft wurde zu einem wichtigen Treffpunkt. Bei Bratwurst, Cervelat, Burgern, Pulled Pork, Pommes, kühlen Getränken und vielen guten Gesprächen entstand genau das, was man sich für ein Vereinsjubiläum wünscht: eine ungezwungene, lebendige und herzliche Atmosphäre.
Solche Momente lassen sich im Voraus nur bedingt planen. Man kann Infrastruktur organisieren, ein Programm erstellen, Preise kalkulieren, Helfer einteilen, Kommunikation vorbereiten und Abläufe definieren. Aber ob am Ende wirklich diese besondere Stimmung entsteht, entscheidet sich erst am Tag selbst.
Und genau diese Stimmung war da.
Was im Hintergrund alles nötig war
Ein Jubiläumsfest dieser Art entsteht nicht von allein. Im Vorfeld mussten viele Fragen geklärt werden: Wann ist der richtige Termin? Wie gestalten wir ein Programm, das zu unserem Verein passt? Wie schaffen wir ein Fest, das sportlich, familiär und öffentlich zugleich ist? Wie organisieren wir Verpflegung, Infrastruktur, Parkierung, Kommunikation, Helfereinsätze und Finanzierung so, dass der Tag für alle funktioniert?
Auch verschiedene Hürden gehörten zur Vorbereitung dazu. Der eigentliche Jubiläumszeitraum fiel in eine Phase, die für viele Mitglieder und Familien nicht ideal gewesen wäre. Deshalb wurde bewusst ein Termin im Juni gewählt. Auch Budget, Festwirtschaft, Infrastruktur und Abläufe mussten sorgfältig abgestimmt werden, damit aus einer Idee ein tragfähiges Fest werden konnte.

Dass am Ende alles so rund lief, war nur möglich, weil viele Personen mitgedacht, mitangepackt und Verantwortung übernommen haben. Genau darin zeigt sich für mich eine der grössten Stärken des TC Zell: Wenn es darauf ankommt, stehen Menschen bereit, die nicht lange fragen, sondern helfen.
Ein persönlicher Moment als Präsident
Für mich persönlich war dieser Tag sehr besonders.
Nicht, weil ein einzelner Programmpunkt im Vordergrund stand. Nicht, weil alles perfekt organisiert war. Sondern weil an diesem Tag sichtbar wurde, was den TC Zell ausmacht: Gemeinschaft, Engagement, Freude am Sport und Menschen, die bereit sind, für ihren Verein etwas zu leisten.
Als Präsident darf man vieles koordinieren, anstossen und begleiten. Aber ein Fest wie dieses kann niemand allein auf die Beine stellen. Es braucht ein Team, das mitzieht. Einen Vorstand, der Verantwortung übernimmt. Helferinnen und Helfer, die vor, während und nach dem Anlass anpacken. Mitglieder, die den Verein mit Leben füllen. Sponsoren und Unterstützer, die solche Anlässe ermöglichen. Und Gäste, die mit ihrer Freude und Anwesenheit aus einem geplanten Fest ein echtes Erlebnis machen.
Am 13. Juni wurde all das sichtbar.

Danke an alle, die diesen Tag möglich gemacht haben
Ein grosses Dankeschön geht an alle Helferinnen und Helfer, die diesen Tag mit ihrem Einsatz möglich gemacht haben – beim Aufbau, an der Bar, am Grill, bei der Organisation, im Hintergrund, auf dem Platz und beim Aufräumen.

Ein besonderer Dank gilt unserem benachbarten Fussballclub FCKR. Durch die unkomplizierte Unterstützung und die Möglichkeit, Zelt, Festbänke und diverse weitere Materialien auszuleihen, konnten wir nicht nur Kosten sparen, sondern auch sehr viel Aufbauzeit, Organisation und Stress vermeiden. Diese nachbarschaftliche Hilfe war für uns enorm wertvoll und zeigt, wie stark Vereinsleben funktionieren kann, wenn man sich gegenseitig unterstützt.
Ebenso danken wir allen Mitgliedern, Familien, Gästen, Sponsoren, Unterstützern und Freunden des TC Zell, die mit ihrer Anwesenheit und Unterstützung zu diesem gelungenen Jubiläum beigetragen haben.
Ein besonderer Dank gilt auch Marco Chiudinelli, der sich Zeit genommen hat, unseren Verein zu besuchen und vor allem den Kindern und Tennisbegeisterten einen unvergesslichen Moment zu schenken.
50 Jahre Geschichte – und viel Zukunft
Das 50-Jahr-Jubiläum war ein Rückblick auf eine lange Vereinsgeschichte. Vor allem aber war es ein starkes Zeichen für die Zukunft.
Der TC Zell ist ein Verein mit Tradition, aber nicht im Stillstand. Wir wollen weiterhin wachsen, Nachwuchs fördern, Tennis in Zell sichtbar machen, die Anlage weiterentwickeln und ein Club bleiben, in dem sich Menschen wohlfühlen – sportlich, familiär und menschlich.
Wenn dieses Jubiläumsfest eines gezeigt hat, dann dies:
Der TC Zell hat nicht nur eine starke Geschichte. Der TC Zell hat auch eine lebendige Zukunft.
Und genau darauf dürfen wir gemeinsam stolz sein.

Danke an euch alle.
Ronny Lange
Präsident | Tennisclub Zell